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Jemanden "in den April zu schicken" kann großen Spaß bereiten, wenn man es intelligent und mit genügend Ironie anstellt: Die Geschichte sollte natürlich so realistisch wie möglich sein, am besten an etwas Aktuelles und Bekanntes anknüpfen oder Vorurteile gegenüber berühmten Zeitgenossen aufgreifen.
Gute Witze zum 1. April wirken schon beim ersten Hören oder Lesen etwas verstörend, weil sie geschickt auf dem schmalen Grat zwischen Wahrheit und Lüge balancieren. Aber viele dieser Geschichten möchte man einfach glauben, weil sie lustig, sensationell, aufregend oder einfach nur schräg sind. Das sind offensichtlich genug Gründe, um Skepsis und kritischen Geist mal für einen Tag auf Urlaub zu schicken.
In Europa ist dieser Brauch weit verbreitet. Wer sich damit jedoch noch nicht auskennt, der sollte sich erst einmal über die Ursprünge informieren und einige Beispiele nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aprilscherz
http://www.dw-world.de/
Text mit allgemeinen Erläuterungen für Kinder.
Zum Warmlaufen für den Unterricht einige Beispiele für Aprilscherze aus diesem Jahr sowie einen Videobeitrag, der vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) ausgestrahlt wurde. Gerade in Medien (Zeitungen, Fernsehen, Online-Magazine) wird der Aprilscherz mit viel Liebe zum Detail und großem Aufwand gepflegt:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen
http://www.laut.de/vorlaut/
http://www.wdr.de/tv/aks/spezialbeitraege/
Wettbewerb:
Das Lesen und Anschauen der Scherze sollte die Fantasie Ihrer Kursteilnehmer ausreichend angeregt haben, um die Entwicklung eigener Aprilscherze im Unterricht zu thematisieren.
Lassen Sie Ihre Sprachlernenden in kleinen Gruppen einen oder zwei selbst erfundene Aprilscherze konzipieren. Räumen Sie dazu ruhig etwas mehr Zeit ein, da gute Ideen Zeit zur Entwicklung brauchen. Außerdem soll ja auch die mündliche Kommunikation über das außergewöhnliche Thema innerhalb des Sprachunterrichts angeregt werden. Die Geschichte muss zumindest in Stichworten notiert werden, um einen sinnvollen mündlichen Vortrag zu gewährleisten.
Wenn Sie in einem PC-Raum arbeiten, können Sie die Teilnehmer auch zu Online-Recherchen animieren, um die Konzepte mit Fakten oder Zahlen anzureichern und den Geschichten damit realistische Züge zu verleihen.
Zur Vereinfachung können Sie den Gruppen auch ein Thema vorgeben, das anschließend bearbeitet werden soll (z. B. aus Wirtschaft, Sport, Kultur).
Die konzipierten Aprilscherze werden mündlich vor dem gesamten Sprachkurs von allen Gruppenmitgliedern vorgestellt. Mit einer Abstimmung lassen Sie anschließend die beste Geschichte wählen; evtl. erhält die Siegergruppe einen kleinen Preis.
Als Hausaufgabe bietet sich die Verschriftlichung einer der Aprilscherze an, die in den Gruppen erdacht wurden.
Textproduktion in Diskussionsforum:
Das "Kaleidoskop" greift Themen aus dem Alltag in Deutschland auf und verbindet diese mit Aufgaben und bietet Deutschlernenden die Möglichkeit, eigene Beiträge in einem Diskussionsforum zu veröffentlichen. So auch zu den Aprilscherzen:
http://www.kaleidos.de/
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